K.G. steht für Krieger-Gnädig und ist eine der über 2.000 Motorradmarken, die es heute nicht mehr gibt. Dahinter steckt ein beeindruckendes Motorrad der 20er Jahre. Einzylinder-Viertakter, Bohrung/Hub 80/100 mm, 500 ccm, hängende Ventile und längsliegende Kurbelwelle. Zunächst Sackzylinder und Gusskolben, später abnehmbarer Zylinderkopf und Leichtmetallkolben. Dazu ein angeblocktes Dreiganggetriebe und Kardanantrieb. Anfangs 4 PS bei 3000 U/min, gut für 75 km/h, als Allright-K.G. (s.u.) 6 PS, zuletzt etwa 10 PS.

Konstruiert von den Brüdern Oskar, Peter und Max Krieger (Der vierte, Karl Krieger, der Fahrer von Kaiser Willi Zwo, war nicht dabei) und Franz Gnädig. Produziert in Suhl als K.G. von Motorfahrzeugbau Gebrüder Krieger (1920-1922) und von den Cito-Werken (1922-1923). Übernahme durch die Köln-Lindenthaler Metallwerke und Produktion in Köln als "Allright-K.G." (1923-1927, siehe Bild oben). Oskar Krieger produzierte die Maschine derweil kurzzeitig in Suhl als "Original-Krieger" weiter. Nach Produktionseinstellung 1927 in Köln führte der bisherige Cito- und KLM-Techniker Paul Henkel die Fertigung der K.G. in Mäbendorf bei Suhl weiter. Nach seinem Tod 1931 lief die minimale Produktion ungefähr 1936 aus.

Im Bild unten die bildschöne Rennmaschine von Paul Greifzu, die es 1923 mit einem speziellen Zylinderkopf mit größeren Ventilen, polierten Kanälen, gesteigerter Verdichtung und Doppelzündung auf stramme 28 PS brachte.

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